PROOF-Server Kernfunktionen

TIFF-Management

PROOF-Server verarbeitet TIFF-Dateien. Es werden CCITT Group4 und LZW komprimierte bilevel Tiff-Dateien mit einer Auflösung bis zu 2500 dpi unterstützt.

  • Entgegennahme der Tiff-Dateien aus Netzwerkquellen oder lokalen Verzeichnissen

 

Farbverbindlichkeit

Die Berechnung und Darstellung der Seiten erfolgt farbverbindlich. Zur Anwendung kommen ICC-Profile (V2- und V4-ICC-Profile werden unterstützt).

  • RIP-Dekalibrierung
    • Automatische Linearisierung von RIP-Kalibrierkurven. Dies stellt sicher, dass die
      Softproof-Berechnung mit Druckstandard-konformen TIFF-Dateien erfolgt.
    • Möglichkeit mehrere Dekalibrierungs-Kurven zu speichern. Auf diese
      Weise können farbverbindliche Softproofs auch bei Nutzung von unterschiedlichen
      Page-Setups im Rip z.B. für Heatset und coldset, erzeugt werden.
    • Möglichkeit die Dekalibrierungskurven manuell zu editieren.

  • Multi-ICC-Workflow
    • Möglichkeit mehrere ICC-Kanäle einzurichten. Dies ermöglicht es, die
      Softproof-Berechnung für jedes Produkt individuell anzupassen. Werden z.B. zwei Titel
      auf Papiersorten mit unterschiedlicher Farbe gedruckt,  können zwei ICC-Kanäle
      eingerichtet werden, die jeweils das gewünschte Papierweiß simulieren. Die
      Zuweisung der Produktionsdateien zu den ICC-Kanälen kann anhand von
      Identifikationsdaten im Dateinamen, anhand des Inputfolders, oder
      über die Abmessung der Tiff-Dateien erfolgen. Auch eine Kombination
      dieser Kriterien ist möglich.

  • Papier-Simulation
    • Möglichkeit die im ICC-Profil definierte Papierfarbe zu simulieren
      ("absolute rendering intend")
    • Möglichkeit für jeden ICC-Kanal eine vom ICC-Profil abweichende individuelle Papierfarbe zu definieren.

  • L-Boost
    • PROOF-Server bietet mit dem integrierten L-Boost (Luminance-Boost) eine Lösung für die Limitierungen der Display-Helligkeit. Durch spezielle Anpassungen der Luminanz im ICC-Workflow bei gleichzeitiger Optimierung der Display-Kalibrierung erreicht PROOF-Server eine höhere Nutzhelligkeit des Displays als bei einem konventionellen ICC-Workflow

  • Client ICC
    • Anwendung eines individuellen ICC-Profils für jedes Display

 

Überprüfung der Farbverbindlichkeit

PROOF-Server ermöglicht die messtechnische Überprüfung der Farbverbindlichkeit. Die Prüfung kann vom Anwender selbst durchgeführt werden; externe Spezialisten werden nicht benötigt. Für die Funktion wird die Option  basICColor DisplayPro und ein Messgerät vom Typ X-Rite i1 pro (Revision D) benötigt.

  • Überprüfung der Farbverbindlichkeit des Displays
  • Möglichkeit das Display neu zu Kalibrieren, falls es nicht mehr farbverbindlich ist
  • Möglichkeit die gesamte Softproof-Kette vom Datei-Empfang bis zu Darstellung zu prüfen.

 

Farbvergleichsmessung

PROOF-Server ermöglicht es, einen messtechnischen Vergleich von Softproof-Referenzfarbe und gedruckter Farbe durchzuführen. Das Ergebnis teilt dem Drucker mit, ob sein Druck in den erlaubten Toleranzen liegt.

  • Vergleichs-Messung einer beliebigen Farbe; es werden keine speziellen Farbmessfelder benötigt.
  • Anzeige des Ergebnisses als einfach zu interpretierende Grafik
  • Anzeige des Ergebnisses in Zahlenwerten (die Abweichung wird gemäß der Farbabstandsformeln deltaE76 und deltaE94 berechnet).

 

Freigabe-Workflow

Der Freigabe-Workflow ermöglicht es, Seiten durch einen Anwender freigeben zu lassen. Es können beliebige Freigabestati konfiguriert werden (z.B. „Abgelehnt“, „Freigabe“). Falls das optionale Modul PROOF2WEB (Seitendarstellung im Web-Browser) zum Einsatz kommt, stehen die Freigabefunktionen auch dort zur Verfügung. Auf diese Weise kann z.B. ein zuliefernder Kunde die Freigabe der eigenen Seiten von seiner Niederlassung aus erteilen.

  • Freigabe von Seiten und Bögen im CONTROL-Client
  • Freigabe von Seiten und Bögen im PROOF2WEB-Client
  • Möglichkeit Workflow-Ketten zu konfigurieren, bei denen Seiten nach erteilter Freigabe automatisch an RIPs oder Belichter übertragen werden.

 

Archiv

Die Archivfunktion ermöglicht das Speichern von Produktionsdateien für einen längeren Zeitraum. Die Dateien werden im Dateisystem abgelegt. PROOF-Server erzeugt dabei automatisch eine Ordner-Struktur die der Produktions-Struktur entspricht (z.B. Datum, Titel, Ausgabe).

  • Speicherung von Kopien der Tiff-Dateien, die an PROOF-Server gesendet wurden
  • Möglichkeit, Dateien aus dem Archiv erneut in die Input-Folder zu kopieren (z.B. falls Produktionsdaten versehentlich gelöscht wurden)
  • Speichermenge nur durch verfügbaren Festplattenplatz begrenzt
  • Konfigurierbare Löschregeln, die veraltete Dateien automatisch löscht

 

Administration

Die Administration erfolgt mittels eines speziellen ADMIN-Client. Im Netzwerk können mehrere ADMIN-Clients eingerichtet werden.

  • Konfiguration aller Workflow-Abläufe
  • Einrichtung der Rechte für die PROOF-Clients
  • Einrichtung der Web-User (falls die Option PROOF2WEB genutzt wird)
  • Integrierte Konfigurations-Sicherung: Die Konfiguration kann mittels des ADMIN-Client als XML-Datei exportiert werden. Diese Datei dient als Sicherung. Nach einer Neuinstallation der Software, z.B. auf neuer Hardware, kann der Workflow durch einen Import der XML-Datei wieder hergestellt werden.

 

  • Produktbeschreibung
  • Screenshots
  • Videos

Betriebssysteme

PROOF-Server ist unter folgenden Betriebssystemen lauffähig

  • Windows Server 2003 R1/R2 32 bit

  • Windows Server 2008 R1 32 bit

  • Windows Server 2008 R2 32/64 bit

  • Windows 7 32/64 bit (Home Versionen werden nicht unterstützt)

  • Windows XP Professional

Virtualisierung

PROOF-Server ist in VMware Umgebungen lauffähig.